Der Sunshine State

Der „Sunshine State” hat viele Gesichter, die weit über die berühmten, palmengesäumten Bilderbuchstrände und das azurblaue Meer hinausgehen. Üppige Wälder und ursprüngliche Sumpflandschaften wie die Everglades mit ihrer urzeitlichen Tierwelt stehen den bunten Kunstwelten hochtechnisierter Freizeitparks und anderer Vergnügungseinrichtungen gegenüber.

Historische Stätten reichen von den frühesten Zeugnissen europäischer Besiedlung auf dem amerikanischen Kontinent bis hin zu den Geburtsstätten der modernen Raumfahrt. Das 1565 gegründete St. Augustine gilt als älteste dauerhafte Siedlung auf dem Boden der heutigen USA. Zu den historischen Attraktionen gehören Castillo de San Marcos und Nombre de Dios, der Ort, an dem die erste katholische Messe in der Neuen Welt zelebriert wurde. Vom „Weltraumbahnhof“ Cape Canaveral, nur 150 km weiter südlich, startete 1969 Neil Armstrong, der erste Mensch, der den Mond betrat. Auch heute noch beginnen hier die meisten bemannten und unbemannten Raumflüge der USA.

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Wenige Kilometer weiter im Landesinnern liegt Orlando, das alljährlich 44 Millionen Besucher willkommen heißt, die sich in den fast 100 Parks und anderen Attraktionen vergnügen. Von Cape Canaveral über West Palm Beach und Fort Lauderdale bis nach Miami reiht sich entlang der Atlantikküste ein Badestrand an den anderen.

In Miami, als „Gateway to the Americas” bekannt, steht der Freiheitsturm, wo einst nahezu eine halbe Million kubanischer Flüchtlinge auf die Aufenthaltserlaubnis in Amerika warteten. Das Stadtviertel Little Havana ist ein Symbol für die Verflochtenheit Nordamerikas mit der lateinamerikanischen Kultur.

Auch Ybor City (Tampa) und Key West, Floridas südlichstes Städtchen, sind durch geschichtliche Bande mit Kuba und der Zigarrenindustrie verbunden.

Am Golf von Mexiko besitzt Florida die insgesamt längste Küste, die insbesondere südlich der Metropolen Tampa und St. Petersburg (an der Tampa Bay) – von Bradenton über Sarasota und Fort Myers bis nach Naples – mit den zahlreichen vorgelagerten Inseln bei Touristen ebenso beliebt ist wie bei Amerikanern, die hier ihren wohlverdienten Ruhestand verbringen. Die meisten dieser kleinen Inseln liegen vor der südlichen Golfküste und in den Florida Keys, der langen Inselkette im äußersten Süden der Halbinsel.

In Florida ist es meist das ganze Jahr über warm, und in den Wintermonaten ist selten mehr als Pullover oder leichte Jacke erforderlich. Die Sommermonate sind sehr warm, mit Temperaturen um die 35 ºC. In der regnerischen Jahreszeit, die meist von Juni bis Oktober geht, kommt es nachmittags oft zu kurzen Gewittern. Es empfiehlt sich also, in diesen Monaten einen Regenschirm oder einen leichten Regenmantel mitzuführen.

 

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